“Deutsche Vizeaußenministerin Cornelia Pieper in Polen”
“Die Vizeaußenministerin und Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch polnischen Beziehungen wird den polnischen Chefdiplomaten Radoslaw Sikorski und den Berater des Premiers Wladyslaw Bartoszewski treffen. Da die deutsch- polnische Zusammenarbeit verschiedene Bereiche umfasst, werden in den Gesprächen mehrere Themen auftauchen, sagt der Staatssekretär im Auswärtigen Amt Jan Borkowski: “Die neue Beauftragte möchte ihre Partner auf der polnischen Seite kennenlernen.
Auch wir sind daran interessiert, dass in der Arbeitsagenda der deutschen Beauftragten alle für uns bedeutenden weltpolitischen sowie bilateralen Fragen erörtert werden. Ein Beispiel wären die heiklen Themen, die mit der Erfüllung des deutsch- polnischen Nachbarschaftsvertrages zusammenhängen.”
An der Vorbereitung auf die Gespräche beteiligte sich unter anderem die Stiftung “Deutsch- Polnische Versöhnung”. Auch die polnischen Opfer des deutschen nationalsozialistischen Regimes appelierten an den polnischen Chefdiplomaten und die deutsche Außenministerin, ihre Ansprüche auf finanzielle Unterstützung zu berücksichtigen. Die zum großen Teil alten und kranken Menschen hatten sich mit einem Appell um Entschädigung an die Deutsche Bahn gewendet, Das Unternehmen plant einen Einstieg in den polnischen Transportmarkt, doch sein Vorgänger, die Reichsbahn, erwirtschaftete in der Kriegszeit auf diesem Gebiet große Gewinne. Für die Nazi- Regierung transportierte sie Hunderte von Menschen in Vernichtungslager, Ghettos und zur Zwangsarbeit.”
Quelle:Polskie Radio md/iar
